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Gewerbliche Hundezucht ?!

Gewerbliche Hundezucht ?!

Der Begriff "gewerbliche Hundezucht" wird leider immer wieder mit "Massenzucht" verwechselt. Wer "gewerblich zchtet", gilt oft als unseris. Zu Unrecht!

Vielmehr handelt es sich dabei um eine vom Gesetzgeber geforderte, ordnungsgem angemeldete und vom Staat berprfte Zuchtsttte.

JEDER Zchter, der mehr als 3 zuchtfhige Hndinnen besitzt, ist gewerbsmssiger oder gewerblicher Hundezchter und er unterliegt der Anmeldepflicht beim zustndigen Veterinrsamt.

Quelle/Copyright: www.hunde-blogger.de

 

Wer gewerbsmig Hunde zchtet oder mit Hunden handelt, bentigt die Erlaubnis des zustndigen Veterinramtes. Dies ist im 11 Abs. 1 Nr. 3a des Tierschutzgesetzes (TierSchG) festgelegt. Wann eine gewerbsmige Tierzucht vorliegt, sagt das TierSchG aber nicht.

Bei dem Stichwort "gewerbsmige Hundezucht" schieen einem Bilder von Massenhaltung und "Ausschussproduktion" durch den Kopf - doch weit gefehlt. Der Gesetzgeber meinte etwas ganz anderes.

 Man konkretisierte das TierSchG in der Form, dass bei der Haltung von mindestens drei fortpflanzungsfhigen Hndinnen oder mindestens drei Wrfen nach 11 Abs. 1 Nr. 3a TierSchG i.V.m. Nr. 12.2.1.5.1 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Durchfhrung des Tierschutzgesetzes vom 9.02.2000 in der Regel von einer gewerbsmigen Zucht auszugehen ist.

Gewerbsmig handelt nach Nr. 12.2.1.5 der Verwaltungsvorschrift, wer die Zucht selbstndig, planmig, fortgesetzt und mit der Absicht der Gewinnerzielung ausbt.

Es braucht demnach kein Gewerbebetrieb im herkmmlichen Sinne vorzuliegen - es gengt bereits, wenn mehr als drei Zuchthndinnen gehalten werden. Die Gewerbsmigkeit im Rahmen des Tierschutzes ist vielmehr gleichbedeutend mit dem Begriff des gewerblichen Handels im Sinne des Gewerberechts.

Wenn ein wechselnd groer Hundebestand vorliegt und zahlreiche Verkaufsanzeigen geschaltet werden, spricht dies fr eine klare Gewerbsmigkeit. Treffen diese oder die vorgenannten Merkmale zu, so braucht der Hundezchter eine Genehmigung. Fehlt sie, ist das Veterinramt dazu verpflichtet, die Hundezucht und den Handel zu verbieten, entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart, Az.: 4 K 5551/98.

Hundezucht ist die planmig durchgefhrte Paarung von Rassehunden, die einem bestimmten Zuchtziel (z. B. Krperbau, Leistung, Gesundheit u. a.) entsprechen, in der Erwartung, dass die gewnschten Eigenschaften und Merkmale sich in den Nachkommen vererben.

Die Erlaubnis muss wie gesagt beim zustndigen Veterinramt beantragt werden. Folgende Voraussetzungen sind gem. 11 Abs. 2 TierSchG fr diese Erlaubnis zu erfllen:

1. die fr die Ttigkeit verantwortliche Person muss auf Grund ihrer Ausbildung oder ihres bisherigen beruflichen oder sonstigen Umgangs mit Tieren die fr die Ttigkeit erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fhigkeiten haben; der Nachweis hierber ist auf Verlangen in einem Fachgesprch bei der zustndigen Behrde zu fhren

2. die fr die Ttigkeit verantwortliche Person die erforderliche Zuverlssigkeit hat (Nachweis insb. durch ein aktuelles polizeiliches Fhrungszeugnis)

3. die der Ttigkeit dienenden Rume und Einrichtungen eine den Anforderungen des 2 TierSchG entsprechende, mithin tierartgerechte, Ernhrung, Pflege und Unterbringung der Tiere ermglichen

Die Erlaubnis ist mit Befristungen, Bedingungen und Auflagen zu versehen, soweit das zum Schutz der Tiere erforderlich ist. So kann insbesondere die Fhrung eines Tierbestandsbuchs, eine Beschrnkung der Tiere nach Art, Gattung oder Zahl und die regelmige Fort- und Weiterbildung angeordnet werden, um nur einige Beispiele zu nennen.

Mit einem Antrag auf Erlaubnis der Hundezucht gem. 11 TSchG wird dem Hundezchter eine gewerbsmige Hundezucht-Genehmigung erteilt.

 Dabei spielt es keine Rolle, ob der Zchter nur alle drei Jahre einmal einen Wurf zieht, sondern die Anzahl der gehaltenen fortpflanzungsfhigen Hndinnen ist entscheidend.

Es bleibt auch unbercksichtigt, ob ein Zchter Hndinnen zur Zucht verwendet, die nicht in seinem Haus leben, um den eigenen Bestand niedrig zu halten und so mehr Zeit fr die Betreuung der Tiere zu haben oder er lieber seinen Hndinnen nur wenige Wrfe im Leben zumuten will als einer einzigen Hndin entsprechend mehr. Sobald er drei Wrfe im Jahr zieht, fllt er ebenfalls unter die Anmeldepflicht.

Das Merkmal "selbstndig" ist in aller Regel eindeutig erfllt, denn die Zucht wird nur in den seltensten Fllen fr Dritte betrieben.

Fr die Gewinnerzielungsabsicht spielt es keine Rolle, ob tatschlich ein Gewinn erzielt wird. Gewerbsmig handelt, wer die Absicht (den auf den Erfolg gerichteten Willen) hat, sich durch wiederholte Ttigkeit eine nicht nur vorbergehende Einnahmequelle zu verschaffen.

Im brigen handelt derjenige, der die gewerbliche Hundezucht vorstzlich oder fahrlssig ohne die erforderliche Erlaubnis ausbt oder der vorstzlich oder fahrlssig einer mit einer solchen Erlaubnis verbundenen Auflage zuwiderhandelt, ordnungswidrig und kann mit einer Geldbue bis zu EUR 25.000.- belegt werden.

Text:

Frank Richter
Rechtsanwalt

E-Mail: anwalt@richterrecht.com | Internet www.richterrecht.com

Dies bedeutet, dass jeder "Hobbyzchter", der mehr als 3 Hndinnen im deckfhigen Alter besitzt, gesetzlich verpflichtet ist, bei seinem Veterinramt einen Antrag fr die Erlaubnis der Hundezucht zu stellen, die richtige Hundehaltung, die Rumlichkeiten und Zuverlssigkeit in Form einer Besichtigung durch das Veterinramt und eines Strafregisterauszuges zu beweisen und die Sachkundeprfung nach 11 abzulegen hat.

Meine Zucht ist staatlich geprüft und ich habe die Voraussetzungen (regelmässige Überprüfung der Zuchtstätte durch das Veterinäramt, Fachkenntnis, Sachkundenachweis, Zuverlässigkeit, Strafregisterauszug u.s.w.) für die Hundezucht erfüllt und die dafür erforderliche, amtliche Genehmigung nach § 11, Absatz 1 des Tierschutzgesetz, für das Halten und die Zucht von Hunden erhalten.

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